Tomaten schneiden für eine reichhaltige Ernte

Regelmäßiges Schneiden gehört wie gießen und düngen zu einem erfolgreichen Tomatenanbau

Tomaten aus dem eigenen Garten oder Hochbeet werden immer beliebter. Sie sind auch der Meinung, Tomaten aus dem Supermarkt schmecken wässrig und nichts geht über selbst angebaute Exemplare? Dann lesen Sie hier, was Tomatenpflanzen brauchen, um knallrote, geschmackvolle, leicht süßliche Früchte zu bilden. Die richtige Technik beim Tomaten shneiden, Pflanzung und Standort, dies alles, leicht verständlich aufbereitet, erfahren Sie jetzt.

» Gartenschere zum Tomaten schneiden

Multi-Gartenschere zum Schneiden von Tomaten

Nützliches Hintergrundwissen für alle Tomaten-Gärtner

Die zu der Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) gehörende Tomate (Solanum lycopersicum) ist eine der beliebtesten Gemüsearten in heimischen Küchen. Ob roh in Salaten und Aufläufen, oder verarbeitet als Ketchup und Grundlage auf Pizzen, die roten Tomaten sind allgegenwärtig.
Streng botanisch gesehen, ist die Tomate eine Beere. Sie kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, genauer aus den Gebieten des heutigen Chiles und Venezuelas. Während der Eroberung des südamerikanischen Kontinents durch die Spanier zu Beginn der 16. Jahrhunderts kamen die ersten Tomatenpflanzen nach Europa.
Zunächst wurden Tomaten rund um das Mittelmeer angebaut und verzehrt, bevor etwa um 1900 auch Deutschland und Mitteleuropa den Geschmack zu schätzen lernten.

Inzwischen gibt es weltweit über 3000 bekannte Sorten. Bei der Züchtung wird vor allem auf hohe Resistenz gegen Schädlinge und Umwelteinflüsse, stabile Früchte und natürlich guten Geschmack Wert gelegt.

Wuchseigenschaften und Anbau von Tomaten im eigenen Garten

Tomaten sind einjährige, krautige Pflanzen, die in der Regel ein stabiles Rankgerüst benötigen. Von klein bleibenden Buschtomaten bis zu den zwei Meter hoch werdenden Stabtomaten sind sämtliche Wuchsformen erhältlich. Sie können sowohl im sonnigen, geschützten Freiland, als auch in Gewächshäusern oder in einfachen Blumenkästen auf Balkon und Terrasse angebaut werden.

Die Aussat von Tomatenpflanzen

Wenn Sie Ihre Tomaten aussäen wollen, sollten Sie sich bis Ende März, Anfang April gedulden. Verwenden Sie nur frisches, noch nicht abgelaufenes Saatgut, um Enttäuschungen zu vermeiden. Die Samen werden dünn auf das Substrat gestreut, feucht gehalten und an einen hellen Platz bei etwa 20 Grad Celsius gestellt. Wenn die Keimlinge ihren ersten beiden Blattpaare gebildet haben, pikieren Sie und setzen die jungen Pflanzen in einzelne Töpfe.
Ab Mai pflanzen Sie Ihre Anzucht, oder fertig vorkultiviert gekaufte Pflanzen ins Freibeet. Der Abstand zwischen stark wachsenden Tomatenpflanzen soll mindestens 50 Zentimeter betragen. Tomaten gehören zu den Starkzehrern. Das heißt, das Substrat muss sehr nährstoffreich sein (gerne auch vorher mit reifem Kompost oder sogar Pferdemist durchmischen) und eine organische Düngung erfolgt alle zwei Wochen.

Tomaten schneiden und pflegen:

Das regelmäßige Schneiden und Ausgeizen gehört wie gießen und düngen zu einem erfolgreichen Tomatenanbau dazu. Zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen gegen die gefürchtete Braunfäule zählt das Entfernen von verdächtigen oder schwachen Blättern mit Flecken und Verfärbungen. Diese auf keinen Fall auf den Kompost geben, sondern umgehend in der Biotonne entsorgen. Sorgen Sie für lockere und luftige Tomatenpflanzen, damit diese schnell abtrocknen können. Entfernen Sie alle unteren Blätter bis zu den ersten, sich bildenden Fruchttrauben. Sie nehmen der Pflanze Kraft und sind anfällig für die Sporen des Braunfäule-Pilzes.
Um das Längenwachstum der Pflanze zu drosseln, schneiden Sie im Hochsommer (ab Mitte August) die Spitzen der Triebe ab. Dadurch erreichen die meisten Nährstoffe die Früchte und sorgen für eine gesunde Reife und einen vollmundigen Geschmack.

Achten Sie unbedingt auf scharfe, saubere Klingen. Dadurch entstehen feine Schnitte und die Pflanzen werden nicht unnötig stark verletzt und gequetscht.

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Das wöchentliche Ausgeizen

Die "Geiztriebe" der Tomate sind Seitentriebe, die in den Blattachseln der Haupttriebe entstehen. Sie entwickeln sehr viel Blattmasse, jedoch kaum Blüten. Entfernt man diese Geiztriebe nicht ständig, vergeudet die Pflanze für deren Wachstum viel Kraft. Zusätzlich wird die gesamte Pflanze zu buschig und dicht.
Junge Geiztriebe können bei der wöchentlichen Durchsicht einfach mit dem Fingernagel ausgebrochen werden (ausgeizen). Übersehene, kräftigere Triebe entfernen Sie mit einem scharfen Küchenmesser oder einer Gartenschere.